Unterwegs
Kommentare 3

Ísland, ég elska þig.

Schafe am Straßenrand, Schafe inmitten der Vulkanlandschaft, Schafe auf den Feldern, überall Schafe. Man könnte meinen, ich habe die Wollkugeln auf vier Beinen besonders ins Herz geschlossen, denn Island ist nach Neuseeland schon das zweite Ziel meiner Urlaubstrips, wo mehr Schafe als Menschen leben.

Määääääh.

Määääääh.

Wasser in allen Formen

Ende August beschlossen wir (meine liebste Reisebegleitung Maria und ich) für 10 Tage dem Sommer zu entfliehen, auf die Jagd nach Polarlichtern zu gehen (wir waren erfolgreich) und eines unserer lang gehegten Traumziele zu erkunden: Island. Von Wien ist die nordische Schönheit nur knapp vier Flugstunden entfernt, ein Katzensprung für Weltenbummler. Die Landschaft, die einen in Island erwartet, wirkt jedoch wie aus  einem Sci-Fi-Filmset. Weite Lava-Felder, erloschene und aktive Vulkane, Gletscherzungen bis knapp zur Straße, Wasserfälle und Fjorde, soweit das Auge reicht.

Einfach nur umwerfend.

Einfach nur umwerfend.

Wie auf einem anderen Planeten. Wanderung um einen Vulkankrater.

Wie auf einem anderen Planeten. Wanderung um einen Vulkankrater.

Da sind sie <3

Da sind sie <3

Dieser Ausblick. Einfach zum Träumen.

Dieser Ausblick. Einfach zum Träumen.

Wasser gibt es in Island in allen Formen und Aggregatszuständen. Beginnen wir mit dem uns am geläufigsten – Wasser als Wasser, also als Flüssigkeit. Island ist berühmt für seine imposanten und mächtigen Wasserfälle. Auf unserem Road-Trip kamen wir jeden Tag an einem besonderen Exemplar vorbei. Vom eleganten Seljalandsfoss an dem man sogar hinten vorbeiwandern kann, dem Goðafoss, der neben den heißen Quellen in die Tiefe stürzt, über den eindrucksvollen Skógafoss mit anschließendem Hochplateau zum Verlieben, den von Basaltsäulen eingerahmten Svartifoss bis hin zum donnernden und gröllenden Dettifoss gibt es alles an hinabstürzenden Wasser, was man sich vorstellen kann. Von den 100 kleineren Wasserfälle, die uns auf unserem Weg noch entdeckt werden wollten, gar nicht zu schweigen.

Eindrucksvolles Nass.

Eindrucksvolles Nass.

Seljalandsfoss

Seljalandsfoss

Am Plateau zwischen Grasgrün und Gletscherweiß.

Am Plateau zwischen Grasgrün und Gletscherweiß.

Svartifoss

Svartifoss

DSC_1295_editet

Dettifoss

Dettifoss

(P.S. Tipp für Film-Nerds – Den Wasserfall Dettifoss kennt man als Alien/Predator/Prometheus-Fan nur zu gut.)

Dann gab es Wasser auch noch gefroren. Mit dem Vatnajökull beherbergt Island den größten Gletscher Europas. Die imposanten Gletscherzungen reichen an vielen Stellen bis zur Ringstraße. Im Südosten bildet die Nähe zum Meer eines der schönsten Naturspektakel, dass ich je gesehen habe: die Gletscherlagune Jökulsárlón. Worte können die Schönheit nicht beschreiben, die die Kombination aus schwarzem Lavasand, Meeresrauschen und riesigen Eisformationen bietet.

Vulkane & Schnee als Traumkombination.

Vulkane & Schnee als Traumkombination.

Schwarzer Lavasand und glasklares Eis.

Schwarzer Lavasand und glasklares Eis.

DSC_1134_editet

Schon mal so ein Blau gesehen?

Schon mal so ein Blau gesehen?

Und zu guter Letzt hatten wir Wasser auch noch als Dampf, in den heißen Quellen der Geysire rund um Mývatn und natürlich beim gemütlichen Entspannen in den Lagunen zwischen unseren Wanderungen.

DSC_1203_editet

Steine in allen Formen

Wie bereits am Anfang erwähnt, zählt Island nicht zu den Orten der Welt, wo es von unserer Spezies wimmelt. Die Verlassenheit, Ruhe und Weite der jungen Vulkaninsel im Atlantik sucht man im Rest Europas wohl vergeblich. Was es neben Schafen und Wasserfällen jedoch in Massen gibt: Steine. Groß, klein, schwarz, grau, glatt, porös…  Zugegeben, sie sind nicht so kuschelig wie Schafe und Island-Pferde, aber dafür umso eindrucksvoller. Im Nationalpark Þingvellir treffen die europäische und die nordamerikanische Platte aufeinander und formen Schluchten und Landschaften, die nicht nur bizarr, sondern auch unglaublich schön sind. Pechschwarze Lavastrände in Dyrhólaey verleihen einem Spaziergang am Meer noch mehr Charme. Und Basalt rahmt nicht nur die Wasserfälle der Insel mit seiner symmetrischen Form, sondern pflastert auch die schönsten Böden – ganz ohne Menschenhand. Ähnliche Formationen findet man übrigens nur in Schottland oder Irland.

Der Drachenfelsen. Wer erkennt den Drachen?

Der Drachenfelsen. Wer erkennt den Drachen?

Ein Kirchenboden, verlegt von Mutter Natur.

Ein Kirchenboden, verlegt von Mutter Natur.

DSC_1081 DSC_0950_editet

Notiz: Das Wasser war nur 4°C "warm".

Notiz: Das Wasser war nur 4°C „warm“.

Zwischen zwei Kontinenten.

Zwischen zwei Kontinenten.

Big City Life oder so ähnlich

Akureyri und Reykjavik

Die Bezeichnung Stadt hat in Island streng genommen nur Reykjavik verdient. Die Hauptstadt ist für Mode-Freaks und Möbel-Designer ein Paradies. Außergewöhnliche Designs weit ab vom Mainstream habe unsere Reisekassa ein wenig geschwächt, doch man ist schließlich nicht jeden Tag in Island (so oder ähnlich klang unser Shopping-Mantra). Von zwei Backpackersn am Weg erhielten wir den Tipp für das Cafe Babalu. Fazit: Ein Besuch lohnt sich. Der Carrot Cake ist wirklich köstlich und zum Restroom kann man nur eins sagen: Möge die Macht mit dir sein. Nach der Hälfte unsere Trips besuchten wir noch Akureyri, Universitätsstadt im Norden des Landes. Die kleine Hafenstadt liegt zwischen Meer und Schnee und überzeugt zwar nicht mit Größe, aber dafür mit Charme. Wir waren nach so viel Landschaft zumindest froh über eine Spaziergang durch das bunte Zentrum.

Restroom mal anders.

Restroom mal anders.

Es sind die kleinen Freuden des Alltags.

Es sind die kleinen Freuden des Alltags.

Unser letzter Sonnenuntergang auf dem Weg zum Flughafen.

Unser letzter Sonnenuntergang auf dem Weg zum Flughafen.

So meine Lieben: Alle, die bis jetzt durchgehalten haben, konnten eine kleinen Mini-Eindruck von der nordischen Schönheit Island bekommen. Mehr Bilder findet ihr noch auf meinem Instagram-Account oder auf dem meiner fotografisch viel begabteren Reisepartnerin aka meiner Lieblings-Maria.

Ich könnte wahrscheinlich noch ein paar Blogbeiträge mit Schwärmereien über Wasserfälle, Vulkane und Gletscher füllen, aber es gibt auch in Tirol noch einiges zu entdecken.

Bis bald!

Unbenannt-3

 

3 Kommentare

  1. Wow! Wunderschöne magische Bilder, was für ein tolles Land, ich möchte unbedingt auch mal dorthin!!!!

    • Monica Nadegger sagt

      Hallo Hilde!

      Das Land ist noch viel, viel magischer als die Bilder. Island ist auf jeden Fall eine Reise wert!

      lg,
      Monica

  2. Pingback: Neun Mal für immer bitte. | Tiroler Madl

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *