Unterwegs
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Schöne Grüße aus London 1

Tag 1
Auf dem Weg zum Flugzeug. Wir warten seit gefühlten Lichtjahren im Shuttle auf dem Flugplatz Richtung Flugzeug. Doch dann: 50m im Halbkreis und dann waren wir da. Alle im Bus verdrehen die Augen. Fanden alle irgendwie nicht so spannend. Ich freue mich auf meinen Fensterplatz, schaue aus dem kleinen Loch und kann es nicht fassen. Ich bin schon so oft geflogen, dass ich nicht mehr nachzählen kann wie oft und immer wieder passiert mir das selbe: Fensterplatz mit Blick auf den Flügel. Auch wenn ich Fotos sehe, die aus dem Flugzeug geschossen werden, es ist immer das selbe Bild: Flügel mit Hintergrund. Sitzt denn die ganze Welt am Flügel? Was passiert wenn Passagiere Fotos aus dem Fenster schießen und aber in der ersten Reihe sitzen, ist dann auch ein Flügel im Bild? Oder wenn schicke Piloten ein Selfie im Cockpit machen? Erstreckt sich das silberne Etwas auf dem Foto hinter der Frisur? Ist hier oben ein Geheimnis das niemand kennt? Wer erlaubt sich diesen Streich? Böswillige Einhörner? Ich weiß es nicht. Aber es sind noch ca. 40min bis wir London, bis wir londn. Höhö.

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Angekommen in der Unterkunft. Ich vermute, dass jemand seinen Hund im Treppenhaus gassi führt. So riecht und sieht es zumindest aus. Und weil das Treppenhaus nicht so romantisch ist, gehen wir auf die Suche nach Nahrung. Überall gibt es billige Hühnchen in seinen verschiedensten Aggregatzuständen. Und vor allem eins: billig. Wie in Berlin die unzähligen Dönerbuden, haben wir uns dort eines der vielen Hühnerrestaurants ausgesucht. Und das Bild was sich drinnen abspielte war herrlich. American Food, ein sehr witziger Mann aus der Türkei hinter der Theke, eine afrikanische Familie vor der Theke und indische Musik im Hintergrund. Why not. Besser noch: später beim Cider in einem englischen Pub, Chelsea gegen Paris St. Germain, eine Gruppe Chinesen die für Paris sind und australisches Bier trinken. Zurück im Hotel, jemand hat das Pupsi weggemacht (vielleicht der Hund selber? Schlechtes Gewissen soll angeblich Berge versetzen. Oder in diesem Fall Häufchen.), wir gehen in unser Zimmer das Afrika heißt und legen uns in die Leoparden Bettwäsche.

Wo bin ich eigentlich?

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Tag 2
Die/der/das/hdsdhei Overground rattert uns wach. Schnell Eggs & Bacon und Crumpets reinziehen und schon geht’s Richtung London Bridge. Um 9h geht bei mir nichts ohne Kaffe aber bei „Pret A Manger“ wird mir netterweise ausgeholfen. Der Typ hinter der Theke nennt mich Darling. Ich freue mich darüber.

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Wir lassen uns treiben, laufen durch kleine Straßen richtung St. Paul Cathedral. Auf dem Weg dorthin muss ich kurz an einem Laden anhalten, denn ich habe noch nie so viel Fleisch gesehen! Ich frage die Fleischer mit kryptischen Handbewegungen durch die Fensterscheibe, ob ich ein Foto machen darf und sie winken mich rein. Wie in einer Parfumerie riecht es hier nicht gerade. Der Laden heißt „Barbecoa“ und darunter steht irgendwas mit Jamie Oliver. Die Fleischer sind sehr freundlich, zeigen uns sogar ihren riesigen Kühlraum wo eine halbe Kuh drin hängt. Sie halten mir verschiedene Fleischbrocken unter die Nase und erzählen ganz passioniert davon wie unterschiedlich alles riecht (ich hab natürlich keinen Unterschied riechen können).

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Von der Kathedrale aus, laufen wir über die Millennium Bridge (hoffentlich kommen jetzt keine Totesser!) Richtung „Tate Modern“ Museum, das wir nicht gefunden haben, weil wir mega organisiert sind, sondern eher rein zufällig. Zeitgenössische Kunst und eine Austellung von Marlene Dumas. Wir schauen nur kurz rein, denn heute scheint die Sonne und das schöne Wetter wollen wir nicht im Museum verbringen. Wir laufen an der Themse entlang Richtung Tower Bridge, begegnen einem Brautpaar und Hütchenspielern die mich fast dazu verleitet haben mitzuspielen, kurz rein in einen Souvenirshop wo Paddington Bär als Stofftier mit richtigen Gummistiefeln zum Verkauf bereit liegt und dann Boottickets kaufen.

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Auf dem Boot tuckern wir zum London Eye und ich komme mir vor wie ein Rentner. Spätestens dann, wenn ich den Leuten am Ufer zuwinke und laut ‚Hallo‘ rufe. Um mich rum lachen die Passagiere. Liegt wohl an meiner lieblichen Stimme. Und ganz urplötzlich sehen wir das ‚typische‘ London, wie man es schon auf unzähligen Fotos gesehen hat. Und ich muss sagen, der Big Ben ist wirklich wunderschön! Wir schlendern durch Westminster Abbey und machen noch ein Selfie mit einem schwer bewaffneten Police Mann.

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Wir fahren nach Piccadilly Circus und ich bin überrascht: little Times Square. Überhaupt erinnert mich vieles an New York. Überall blinkt es und es ist hell wie am Tag obwohl die Sonne schon lange untergegangen ist. Wir lassen uns treiben und entdecken wieder rein zufällig Chinatown. Ich bin im Himmel. Wir suchen unter meinem Kommando einen asiatischen Supermarkt auf und kaufen uns asiatisches Bier und hören einem Straßenmusikanten zu. So lässt’s sich leben. Doch irgendwann ist es kalt und das Bier alle, also fahren wir heim. Und so sieht man aus, wenn man überhaupt keine Lust mehr hat zu laufen: _MG_6186

Ergänzend zu meinen Blog, schreibt meine bessere Hälfte auch einen Blogeintrag zu London (er ist rein zufällig dabei).
http://fabianirsara.com/2015/03/12/one-week-in-london/

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  1. Pingback: One Week in London | Fabian Irsara

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