Tirol, Wer wohnt eigentlich in Tirol?
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Wer wohnt eigentlich in Innsbruck? – Max

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Wer bist du?

Ich heiße Max und ich mache viel Blödsinn. Nebenher arbeite ich als Projektmanager in einer Werbeagentur.
Im Sommer liebe ich es, mit meiner Vespa durch Innsbruck zu düsen oder auf dem Longboard die Inn-Promenade entlang zu surfen – immer mit Musik im Ohr und manchmal mit einem Buch unter dem Arm. Oft sitze ich dann im Hofgarten, am Inn oder im Café Central und studiere die vielfältigen Innsbrucker Gestalten. Im Winter gehe ich gern Snowboarden oder ins Alpenbad bei Leutasch. Abends eskaliere ich in mancher Kneipe und meistens verbringe ich zu viel Zeit vor dem PC.

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Seit wann bist du in Innsbruck und was gefällt dir an der Stadt am besten?

Ich komme ursprünglich aus Memmingen im Allgäu und lebe seit 12 Jahren in Innsbruck. Aus reiner Bequemlichkeit verschlug es mich dorthin: Meine Schwester studierte hier Medizin und ich brauchte mich für mein Studium nur noch ins gemachte Nest setzen. Ich war schnell begeistert vom einzigartigen Charme der Stadt, der schönen Landschaft und den freundlichen Menschen. Das Tollste ist die Lage, die einem so viele Möglichkeiten eröffnet: die Berge zum Wandern / Boarden vor der Haustüre, die bayrische Heimat mit München ums Eck und Italiens Dolce Vita gleich hinterm Brenner.

Wo ist dein Lieblingsort und warum?

Es gibt so viele schöne Orte in Innsbruck. Um einen zu nennen: Die Bank unter der Trauerweide am Teich im Hofgarten. Dort kann man wunderbar zur Ruhe kommen, in einem Buch schmökern und gemeinsam mit den Enten die flanierenden Leute beobachten.

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Was ist für dich typisch für Innsbruck?

Der Schönsturm, der nie langweilig werdende Anblick der Nordkette, die sport- und partyverliebten Studenten, shoppende Italiener, mit-iPad-die-Nordkette-fotografierende asiatische Touristen, die eindeutige Unterscheidung zwischen Innsbruckern und Auswärtigen wenn ein Flugzeug über die Maria-Theresien-Straße fliegt, überhaupt: Menschen aus aller Welt anzutreffen, ansonsten: noch in die Bögen zu ziehen, wenn man eigentlich besser heimgehen sollte…

Deine schönste/verrückteste Geschichte die dir in Innsbruck widerfahren ist:

Einer der schönsten Momente war der Dank eines alten Sandlers. Er war drauf und dran eine halbleere Flasche aus dem Mülleimern vorm Kaufhaus Tirol zu trinken. Er war zu stolz zum Betteln, aber offenbar zu arm um sich etwas zu trinken zu kaufen. Ich gab ihm etwas Geld und er schenkte mir dafür ein zutiefst ehrliches, dankbares Lächeln das ich nie vergessen werde. Das Verrückteste war der darauffolgende Applaus der umstehenden Leute. Sie hatten das Ganze beobachtet, waren ihrerseits aber nicht auf die Idee gekommen einzuschreiten. Vielleicht waren die Einkaufstüten zu schwer. Das war einfach bizarr.

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Was vermisst du an/in Innsbruck?

Ich vermisse hier ein wenig Kunst, Kultur und Nightlife. Für große Ausstellungen, tolle Konzerte und gute Clubs muss man nach München fahren. Kunst ist hier eine Nische und kann lediglich auf kleinen Ausstellungen engagierter Leute erfahren werden. Die Stadt selbst versucht meiner Meinung nach zu stark die Masse zu bedienen. Kultur wird auf Tiroler Klischees reduziert. Mein Musikgeschmack wird bestenfalls im Weekender bedient oder in Bars wie dem Irish Pub – ich wünschte, das Münchner Atomic Café würde in Innsbruck seine Auferstehung feiern. Aber letztlich ist es halt doch die überragende Lebensqualität, die einen nach einem Wochenendtrip nach München mit Freude wieder „heim“ fahren lässt.

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Dankescheen Max und pfiat di!

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